Besitzerwechsel

Die «Schlacht» geht in neue Hände

Die heutigen Gastgeber der Wirtschaft zur Schlacht, Rolf und Martina Wey-Emmenegger, führen das Traditionshaus in fünfter Generation. In den letzten Jahren hat sich die Schlacht auch kulturell zu einem echten Treffpunkt gemausert. Nun soll Schluss sein. Mit Kilian und Alex Hecht übernehmen per 1. Januar 2021 zwei Sempacher das Ruder.

Die Nachricht kommt wohl für die meisten überraschend. Rolf und Martina Wey-Emmenegger sagen «ihrer Schlacht» ade. «Es ist für uns der Zeitpunkt gekommen, noch etwas anderes zu machen, etwas anderes auszuprobieren», so der langjährige Eigentümer im Baurecht Rolf Wey. Er ist es, der vor 17 Jahren das Traditionshaus, «die Schlacht», von seinen Eltern Berta und Josef Wey-Meier übernommen hat. «Ich habe damals als 27-jähriger junger Berufsmann die Chance gepackt, mir damit aber auch schon sehr früh sehr viel Verantwortung aufgeladen», so Rolf Wey. Die Schlacht ist und war quasi ein Erfolgsgarant. Erfolg, der aber nicht einfach so kam, sondern immer vollen Einsatz von ihm und seinem Team erforderte. Stets war der finanzielle Druck spürbar, es galt, einen bemerkenswerten Apparat am Laufen zu halten. Nun ist der Wunsch nach Veränderung gross. «So lange die Kinder noch klein sind, möchten wir das Familienleben vermehrt ins Zentrum setzen», erklärt Martina Wey. Wohin es die beiden dereinst verschlagen wird, und was sie in Zukunft beruflich anpacken werden, ist noch völlig offen. Tatsache aber ist, dass diesem Entscheid eine lange Reifungszeit vorangeht. «Corona hatte hierauf definitiv keinen Einfluss», so der Noch-Schlacht-Wirt.

Ein Traum geht in Erfüllung

Dass nun mit den beiden Sempachern, Kilian und Alex Hecht, ein neues Gastgeberpaar gefunden werden konnte, für das gleichzeitig ein Traum in Erfüllung geht, stimmt die abtretende Wirtsfamilie glücklich. «Wir freuen uns, mit Kilian und Alex Nachfolger gefunden zu haben, die die «Schlacht» auch in Zukunft in unserem Sinne weiterführen werden. Die beiden Nachfolger sind denn auch voll des Lobes für ihre Vorgänger. «Rolf und Martina Wey haben die «Schlacht» zu einem Prunkstück in der Region mit nationaler Ausstrahlung gemacht», so Alex Hecht, der passionierte Gastronom mit Wurzeln in Mozambique. Seit 2006 ist er in der Schweiz, hat im Restaurant Schützenhaus in Basel erfolgreich die Kochlehre absolviert, anschliessend in Passugg die SSTH-Hotelfachschule und den Bachelor von Edinburgh Napier University absolviert und ist Hotelier HF/BA. Auf seinem Werdegang in der Gastronomie durfte Alex Hecht Erfahrungen in verschiedenen Hotels wie dem Grand Hotel National Luzern, dem Hotel Teufelhof in Basel und dem Hotel Les Trois Rois Basel, sammeln. «Dem Gast ein tolles Erlebnis zu bieten, ist eine grosse Herzensangelegenheit von mir», erzählt er. Sein Partner, Kilian Hecht, den Ur-Sempacher, kennen wohl die meisten bereits. Er, der aktuell bei Coop im Category-Management als Eidg. dipl. Marketingleiter tätig ist und in seiner Freizeit gerade den Spirituosen-Sommelier-Kurs bei GastroSuisse absolviert, kennt die «Schlacht» und ihre Geschichte natürlich von Kindesbeinen an. Als ehemaliger Scharleiter der Jungwacht, als Volleyballer, Trainer und Guuggenmusig-Präsident ist er ein absoluter Teamplayer und weiss, wie man erfolgreich ein Ziel anvisiert.

Sieben Tage «Schlacht»

Auf etwas dürfen sich die Stammgäste der «Schlacht» ab 1. Januar 2021 besonders freuen: Sie müssen am Montag und Dienstag nicht mehr auf ihre Lieblings-Einkehrmöglichkeit verzichten und können künftig auf sieben Tage Öffnungszeit zählen. Ansonsten halten die neuen Wirtsleute aber an möglichst vielen Traditionen fest, die sich in der Vergangenheit bewährt haben. So möchten sie auch künftig mit dem eingespielten Schlachtteam Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Firmen- und Vereinsanlässe zu unvergesslichen Momenten für die Gäste werden lassen. Auch die kulturellen Veranstaltungen, welche sich im bekannten «Buureschopf» in den vergangenen Jahren etabliert haben, wollen sie weiterführen. «Natürlich haben wir den gebührenden Respekt, ab 2021 ein solch wertvolles Haus zu führen. Für uns geht damit aber ein grosser Traum in Erfüllung, etwas Eigenes mit unserer Motivation, unseren Ideen und Visionen in die Tat umzusetzen», sind sich Alex und Kilian Hecht einig. Ob am 31. Dezember 2020 ein Schlüssel an die neuen Eigentümer übergeht, oder doch eher eine traditionsreiche Hellebarde ist aktuell wohl noch unklar. Tatsache ist, dass für die Familie Wey-Emmenegger ein wichtiges Kapitel ihres Lebens geschlossen wird, die Schlacht-Geschichte aber mit spannenden Kapiteln der Familie Hecht weitergeschrieben wird.

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